• Facts

    • Hauptstadt: Asmara
    • Währung: Eritreischer Nakfa (ERN)
    • Sprache(n): Tigrinya, Arabisch und Englisch als Arbeitssprachen; daneben neun Ethniensprachen; Italienisch bei Älteren teils präsent
    • Zeitunterschied: +2 Stunden (im europäischen Sommer +1 Stunde); Eritrea hat keine Zeitumstellung


    Die beste Reisezeit ist die trockene Zeit von September bis Februar (fürs zentrale Hochland Asmara) – mild und angenehm.

    An der Küste und in den westlichen Ebenen ist es von November bis März am angenehmsten; im Tiefland (Massawa) wird es sehr heiß. Die Hauptregenzeit im Hochland fällt in den Sommer (Juli/August).

  • Kultur

    Eritrea ist stolz, gastfreundlich und tief religiös; Respekt, Zurückhaltung und Geduld sind zentral. In Kirchen und Moscheen kleidet man sich bedeckt und verhält sich still. Die Kaffeezeremonie ist eine Ehre – nimm dir Zeit dafür.

    Wichtig: Das Fotografieren ist heikel – von Menschen nur mit Erlaubnis, von Militär, Regierungsgebäuden, Häfen, Brücken und Infrastruktur grundsätzlich nicht (Festnahmegefahr). Für Fahrten außerhalb Asmaras ist eine behördliche Reisegenehmigung nötig. Über Politik spricht man nicht. Ein kleines Trinkgeld für Guides ist üblich.
    Die Bevölkerung teilt sich etwa je zur Hälfte in Christen (überwiegend eritreisch-orthodox) und Muslime. Der Staat erkennt nur wenige Religionsgemeinschaften offiziell an; der Glaube prägt Alltag und Feste dennoch stark.

  • Einreise & Impfungen

    Für die Einreise sind ein Reisepass und ein Visum erforderlich, das vorab bei einer eritreischen Auslandsvertretung beantragt werden muss (nicht bei Ankunft). Die Einreise ist für Touristen nur auf dem Luftweg möglich. Für Reisen außerhalb Asmaras ist eine gesonderte Reisegenehmigung nötig. Bedingungen können sich ändern.

    Dein Pass muss bis mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

    Empfohlene Impfungen**:

    • Standardimpfungen gemäß Impfkalender (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern-Mumps-Röteln, Poliomyelitis, ggf. Pneumokokken, Influenza).
    • Hepatitis A (für fast alle Reisenden empfohlen).
    • Hepatitis B (bei längeren Aufenthalten, medizinischer Tätigkeit oder engerem Kontakt zur Bevölkerung).
    • Typhus (v.a. bei einfachen Reisebedingungen, Streetfood, ländlichen Regionen und längeren Aufenthalten).
    • Tollwut (empfohlen bei häufigem Tierkontakt, Kindern sowie Reisen in abgelegene Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung).
    • Gelbfieber: ein Impfnachweis ist bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet erforderlich.


    **Lt. RKI Epidemiologisches Bulletin 14/2024. Ohne Gewähr.

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Historische Korallenstein-Architektur in der Hafenstadt Massawa, Eritrea.

(Unnützes) Wissen

  • Asmara ist wegen seiner Art-déco- und Modernismus-Architektur UNESCO-Welterbe und wird „Klein-Rom" genannt.
  • Durch die italienische Kolonialzeit sind Cafés, Pasta und Espresso fest im Alltag verankert.
  • Das Dahlak-Archipel im Roten Meer bietet unberührte Riffe und einsame Inseln.
  • Eritrea zählt zu den am wenigsten bereisten Ländern der Welt.
  • Die alte Bahnstrecke von Massawa nach Asmara windet sich spektakulär ins Hochland.
  • Wusstest du, dass in Asmara auf über 2.300 m ein ganzjährig frühlingshaftes Klima herrscht?

Die wichtigsten Apps

Neben weltweiten Klassikern wie Google Maps, Google Lens, GetYourGuide oder Uber sorgen auch lokale Apps dafür, dass du deinen Urlaub noch entspannter genießen kannst – zum Beispiel:

  • Maps.me / Organic Maps: Offline-Karten (Kartenmaterial ist teils lückenhaft).
  • WhatsApp: wichtiger Kommunikationsweg (Netz teils langsam/eingeschränkt).
  • Lokale SIM (EriTel): Datenverbindungen sind langsam und begrenzt.

Wichtig: Die meisten Apps können nicht bei uns installiert werden, sondern erst vor Ort.

Aktivitäten für Städtetrip

Asmara:

  • Rundgang durch die Art-déco- und Modernismus-Architektur (UNESCO).
  • Die Kathedrale, die Al-Khulafa-Moschee und die Fiat-Tagliero-Tankstelle.
  • Cafés mit italienischem Espresso und der große Markt (Medebar).

Kolonialerbe:

  • Historische Kinos, Villen und Boulevards.
  • Das Nationalmuseum zur Geschichte des Landes.
  • Spaziergänge durch eine der besterhaltenen Modernismus-Städte der Welt.

Hochland:

  • Aussichtspunkte über die Steilabbrüche des Hochlands.
  • Die spektakuläre alte Bahnstrecke Richtung Küste.
  • Dörfer und Klöster im Bergland (mit Genehmigung).

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Klimatabelle Eritrea (Asmara) mit monatlichen Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie Niederschlag.

Öffentlicher Verkehr

In Asmara verkehren Stadtbusse und Sammeltaxis; die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für Fahrten in andere Landesteile ist – neben der Reisegenehmigung – meist ein Mietwagen mit Fahrer oder eine organisierte Tour nötig. Eine historische Schmalspurbahn fährt gelegentlich (touristisch) von Asmara Richtung Küste. Reisen laufen am besten über eine lizenzierte lokale Agentur, die auch die Genehmigungen organisiert.

Steckertypen

  • Typ C
  • Typ L

Aktivitäten für Natur & Outdoor

Bahnstrecke Asmara–Massawa:

  • Historische Schmalspurbahn durch Tunnel und Serpentinen.
  • Dramatischer Höhenunterschied vom Hochland ans Meer.
  • Ingenieurskunst aus der Kolonialzeit.

Landschaft & Natur:

  • Steilstufen und Täler im zentralen Hochland.
  • Semenawi-Bahri-Region („Grüngürtel") mit üppiger Vegetation.
  • Vogelbeobachtung im Bergland.

Wüste & Ebenen:

  • Weite Tiefland- und Halbwüstenlandschaften im Westen.
  • Traditionelle Dörfer und Märkte.
  • Naturbeobachtung mit lokaler Begleitung.

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Blick von einem Berggipfel in Eritrea.

Kulinarische Highlights

  • Injera mit Tsebhi: großer Sauerteigfladen mit würzigen Eintöpfen (Fleisch, Linsen, Gemüse).
  • Zigni: scharfer Rindfleisch-Eintopf mit Berbere-Gewürz.
  • Shiro: cremiges Kichererbsenpüree, ideal in Fastenzeiten.
  • Pasta & italienisches Erbe: durch die Kolonialzeit ist Pasta fest verankert.
  • Frischer Fisch (Massawa): gegrillter Fisch vom Roten Meer.
  • Kaffeezeremonie: frisch gerösteter Kaffee, zelebriert wie in der ganzen Region.

Aktivitäten für Wasser & Strand

Massawa:

  • Historische Korallenstein-Altstadt am Roten Meer.
  • Hafenatmosphäre und osmanisch-ägyptisches Erbe.
  • Frischer Fisch und Blick aufs Meer.

Dahlak-Archipel:

  • Über 200 überwiegend unbewohnte Inseln im Roten Meer.
  • Unberührte Korallenriffe zum Schnorcheln und Tauchen.
  • Einsame Strände und klares Wasser.

Küste & Baden:

  • Ruhige Buchten rund um Massawa.
  • Bootsausflüge zu vorgelagerten Inseln.
  • Sonnenuntergänge über dem Roten Meer.

Weitere Infos findest auf der Seite des Außenministeriums.