• Facts

    • Hauptstadt: Bissau
    • Währung: Westafrikanischer CFA-Franc (XOF)
    • Sprache(n): Portugiesisch (Amtssprache); als Verkehrssprache dient das portugiesisch basierte Kriol; dazu viele Ethniensprachen
    • Zeitunterschied: -1 Stunde (im europäischen Sommer -2 Stunden); Guinea-Bissau hat keine Zeitumstellung


    Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von November bis April/Mai – angenehmer und gut für Rundreisen und die Bijagós-Inseln.

    Von Juni bis Oktober bringt der Monsun kräftige Regenfälle. Die Meeresschildkröten nisten vor allem in der zweiten Jahreshälfte; es bleibt ganzjährig tropisch warm.

  • Kultur

    Guinea-Bissau ist kulturell vielfältig, entspannt und wenig auf Tourismus eingestellt; Respekt, Geduld und ein freundlicher Umgang sind wichtig. Portugiesisch oder ein paar Worte Kriol helfen sehr weiter. In Dörfern und auf den Bijagós-Inseln gibt es lebendige Traditionen und heilige Orte – hier verhält man sich zurückhaltend und fragt vor dem Fotografieren um Erlaubnis.

    Angemessene, eher bedeckte Kleidung kommt gut an. Gib und nimm möglichst mit der rechten Hand. Aufnahmen von Militär, Polizei, Regierungsgebäuden, Häfen und Flughäfen sind zu unterlassen. Ein kleines Trinkgeld für Guides und Fahrer ist üblich.
    In Guinea-Bissau bestehen traditionelle afrikanische Religionen, Islam und Christentum nebeneinander und vermischen sich oft. Besonders auf den Bijagós-Inseln sind alte Bräuche und Zeremonien weiterhin sehr lebendig.

  • Einreise & Impfungen

    Für die Einreise sind ein Reisepass und ein Visum erforderlich, das möglichst vorab bei einer Auslandsvertretung (bzw. online) beantragt wird. Bei Einreise ist ein Gelbfieber-Impfnachweis (ab 12 Monaten) vorzulegen. Wegen der Lage vor Buchung die Reisehinweise prüfen. Bedingungen können sich ändern.

    Dein Pass muss bis mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

    Empfohlene Impfungen**:

    • Standardimpfungen gemäß Impfkalender (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern-Mumps-Röteln, Poliomyelitis, ggf. Pneumokokken, Influenza).
    • Hepatitis A (für fast alle Reisenden empfohlen).
    • Hepatitis B (bei längeren Aufenthalten, medizinischer Tätigkeit oder engerem Kontakt zur Bevölkerung).
    • Typhus (v.a. bei einfachen Reisebedingungen, Streetfood, ländlichen Regionen und längeren Aufenthalten).
    • Tollwut (empfohlen bei häufigem Tierkontakt, Kindern sowie Reisen in abgelegene Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung).
    • Gelbfieber (Impfung bzw. Impfnachweis für die Einreise ab 12 Monaten verpflichtend).


    **Lt. RKI Epidemiologisches Bulletin 14/2024. Ohne Gewähr.

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Ein unbefestigter Sandweg führt durch einen dichten Wald mit großen, schattenspendenden Kaschubäumen.

(Unnützes) Wissen

  • Der Bijagós-Archipel besteht aus rund 88 Inseln und ist UNESCO-Biosphärenreservat.
  • In den Bijagós leben salzwassertolerante Flusspferde – eine seltene Besonderheit.
  • Die Inseln sind wichtige Nist- und Rastplätze für Meeresschildkröten und Zugvögel.
  • Cashewnüsse sind das wichtigste Exportgut des Landes.
  • Als frühere portugiesische Kolonie ist Portugiesisch bzw. Kriol Verkehrssprache.
  • Wusstest du, dass viele Bijagós-Inseln matriarchalisch geprägte Traditionen pflegen?

Die wichtigsten Apps

Neben weltweiten Klassikern wie Google Maps, Google Lens, GetYourGuide oder Uber sorgen auch lokale Apps dafür, dass du deinen Urlaub noch entspannter genießen kannst – zum Beispiel:

  • Maps.me / Organic Maps: Offline-Karten für Inseln und Landesinneres.
  • WhatsApp: verbreiteter Kontakt zu Unterkünften und Guides.
  • MTN / Orange (lokale Anbieter): SIM-Verwaltung, Datenpakete und Mobile Money.

Wichtig: Die meisten Apps können nicht bei uns installiert werden, sondern erst vor Ort.

Aktivitäten für Natur & Outdoor

Bijagós-Archipel:

  • Bootstouren durch das UNESCO-Biosphärenreservat aus rund 88 Inseln.
  • Mangroven, Lagunen und ursprüngliche Natur.
  • Übernachtung in einfachen Eco-Lodges auf den Inseln.

Orango-Nationalpark:

  • Lebensraum der seltenen salzwassertoleranten Flusspferde.
  • Weite Sandbänke und Wattflächen.
  • Geführte Naturtouren mit lokalen Guides.

Festland:

  • Cacheu mit alter Festung und Sklaverei-Geschichte.
  • Mangrovenflüsse und Reisfelder im Norden.
  • Ursprüngliche Dörfer im Landesinneren.

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Traditionelles Holzboot vor einem Fischerdorf auf den Bijagós-Inseln, Guinea-Bissau.

Öffentlicher Verkehr

In Bissau sind Sammeltaxis („toca-toca") und Minibusse das wichtigste Verkehrsmittel; für Reisende sind vorab organisierte Fahrten am praktischsten. Zu den Bijagós-Inseln geht es per Boot bzw. Fähre ab Bissau – Verbindungen sind unregelmäßig und wetterabhängig, daher am besten über organisierte Touren. Überlandstraßen sind teils in schlechtem Zustand. Für Inselausflüge ist eine erfahrene, ortskundige Begleitung die sichere Wahl.

Steckertypen

  • Typ C

Aktivitäten für Safari & Tierbeobachtung

Meeresschildkröten (João Vieira/Poilão):

  • Eine der wichtigsten Nistkolonien Westafrikas für Meeresschildkröten.
  • Geschützte Inseln mit strengen Naturschutzregeln.
  • Beobachtung nur mit Genehmigung und Ranger-Begleitung.

Vögel & Flusspferde:

  • Zugvögel und Watvögel auf den Bijagós-Sandbänken.
  • Salzwasser-Flusspferde im Orango-Nationalpark.
  • Krokodile und reiche Mangroven-Tierwelt.

Natur der Inseln:

  • Delfine und Fischreichtum rund um die Inseln.
  • Vogelbeobachtung in Lagunen und Wattgebieten.
  • Community-basierte Naturschutzprojekte.

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Eine blau-weiße Passagierfähre fährt auf ruhigem Wasser, im Hintergrund ist die dicht bewachsene, grüne Küstenlinie einer Insel zu sehen.

Kulinarische Highlights

  • Jollof-Reis: in Tomatensauce gekochter Reis mit Fisch oder Fleisch.
  • Caldo / Sigá: herzhafter Reiseintopf mit Fisch, Palmöl und Gemüse.
  • Gegrillter Fisch & Meeresfrüchte: frisch vom Atlantik und aus den Flüssen.
  • Cashew: Guinea-Bissau ist ein großer Cashew-Produzent – Nüsse und Cashew-Saft/​-Wein.
  • Maniok & Reis: stärkehaltige Grundbeilagen.
  • Getränke: Bissap (Hibiskus), Cashew-Saft und Palmwein.

Aktivitäten für Wasser & Strand

Inselstrände:

  • Einsame, weiße Sandstrände auf den Bijagós-Inseln.
  • Baden und Ruhe fernab des Massentourismus.
  • Sonnenuntergänge über dem Atlantik.

Bootsausflüge:

  • Fahrten zwischen den Inseln durch Mangroven und Lagunen.
  • Fischerdörfer und traditionelles Inselleben.
  • Angeln und Schnorcheln in klaren Buchten.

Küste & Wasser:

  • Varela-Strände im Norden nahe der Grenze zu Senegal.
  • Ruhige Küstenabschnitte zum Durchatmen.
  • Naturnahe Badebuchten.

Weitere Infos findest auf der Seite des Außenministeriums.