• Facts

    • Hauptstadt: Süd-Tarawa (Regierungssitz auf dem Atoll Tarawa)
    • Währung: Australischer Dollar (AUD); teils zusätzlich eigene Kiribati-Münzen
    • Sprache(n): Kiribatisch (Gilbertesisch) und Englisch (Amtssprachen)
    • Zeitunterschied: +11 Stunden (im europäischen Sommer +10 Stunden) auf Tarawa; die östlichen Linieninseln liegen bis zu +13/+12 Stunden


    Die beste Reisezeit ist die etwas trockenere Zeit von Mai bis Oktober – dann fällt weniger Regen.

    Von November bis April ist die feuchtere Phase mit mehr Schauern; es bleibt ganzjährig heiß und tropisch. Das Wetter schwankt stark mit dem El-Niño-/La-Niña-Zyklus.

  • Kultur

    Die I-Kiribati sind herzlich, gemeinschaftlich und traditionsverbunden; das Dorfleben rund um das „Maneaba" (Versammlungshaus) ist zentral. Angemessene, bedeckte Kleidung ist wichtig – besonders für Frauen sind Schultern und Knie zu bedecken, auch beim Baden trägt man eher mehr. Der Sonntag ist dem Kirchgang und der Ruhe gewidmet.

    Man verhält sich bescheiden und respektvoll; vor dem Fotografieren von Menschen um Erlaubnis fragen und beim Betreten eines Maneaba den lokalen Regeln folgen. Gastgeschenke und ein freundlicher Gruß werden geschätzt. Trinkgeld ist nicht üblich.
    Die Bevölkerung ist überwiegend christlich, mit katholischer und protestantischer (kongregationalistischer) Mehrheit. Der Glaube prägt das Gemeinschaftsleben stark, und der Sonntag ist fest dem Kirchgang gewidmet.

  • Einreise & Impfungen

    Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich; für touristische Aufenthalte (in der Regel bis zu 30 Tagen) brauchen Deutsche und Österreicher:innen meist kein Visum bzw. erhalten die Erlaubnis bei Ankunft. Nachzuweisen sind ein Weiter-/Rückflugticket und ausreichende Mittel. Die Anreise erfolgt über wenige Flugverbindungen (u.a. via Fidschi). Bedingungen können sich ändern.

    Dein Pass muss bis mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

    Empfohlene Impfungen**:

    • Standardimpfungen gemäß Impfkalender (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern-Mumps-Röteln, Poliomyelitis, ggf. Pneumokokken, Influenza).
    • Hepatitis A (für die meisten Reisenden empfohlen).
    • Hepatitis B (bei längeren Aufenthalten, medizinischer Tätigkeit oder engerem Kontakt zur Bevölkerung).
    • Typhus (bei einfachen Reisebedingungen oder längeren Aufenthalten).
    • Gelbfieber: nicht endemisch – ein Impfnachweis ist nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet erforderlich.


    **Lt. RKI Epidemiologisches Bulletin 14/2024. Ohne Gewähr.

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(Unnützes) Wissen

  • Kiribati liegt auf dem Äquator und beiderseits der Datumsgrenze – die Linieninseln begrüßen als Erste den neuen Tag.
  • Das Land besteht aus 33 Atollen und Inseln, verteilt über einen riesigen Ozeanraum.
  • Als flaches Atollland ist Kiribati stark vom steigenden Meeresspiegel bedroht.
  • Der Battle of Tarawa im Zweiten Weltkrieg zählt zu den schwersten Schlachten des Pazifikkriegs.
  • Das Phoenix Islands Protected Area ist eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt (UNESCO).
  • Wusstest du, dass Kiribati zu den am wenigsten besuchten Ländern der Erde gehört?

Die wichtigsten Apps

Neben weltweiten Klassikern wie Google Maps, Google Lens, GetYourGuide oder Uber sorgen auch lokale Apps dafür, dass du deinen Urlaub noch entspannter genießen kannst – zum Beispiel:

  • Maps.me / Organic Maps: Offline-Karten (Kartenmaterial ist lückenhaft).
  • WhatsApp / Facebook: wichtigste Kommunikationswege, sofern Netz vorhanden.
  • ATHKL (Ocean Link) / lokale SIM: Datenverbindungen sind langsam und teuer.

Wichtig: Die meisten Apps können nicht bei uns installiert werden, sondern erst vor Ort.

Aktivitäten für Wasser & Strand

Tarawa-Lagune:

  • Bootsausflüge über die riesige, ruhige Lagune.
  • Schnorcheln über Korallen und Sandbänke.
  • Einsame Motu (Inselchen) zum Baden.

Angeln (Christmas Island / Kiritimati):

  • Kiritimati ist ein weltbekanntes Ziel fürs Fliegenfischen (Bonefish).
  • Weite Watflächen und klares Wasser.
  • Ruhige, kaum besuchte Inselwelt.

Strände & Motu:

  • Weiße Sandstrände und Palmen.
  • Sonnenuntergänge über dem Pazifik.
  • Entschleunigtes Inselleben.

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Klimatabelle Kiribati (Tarawa) mit monatlichen Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie Niederschlag.

Öffentlicher Verkehr

Auf Süd-Tarawa verkehren einfache Minibusse entlang der langgezogenen Atoll-Straße; sonst bewegt man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gemieteten Motorrädern/Autos. Zwischen den weit verstreuten Inselgruppen (Gilbert-, Phoenix-, Linieninseln) verkehren nur wenige Inlandsflüge und gelegentliche Boote/Frachtschiffe – Verbindungen sind selten und unzuverlässig. Reisen zu den äußeren Inseln erfordern viel Zeit und Flexibilität; am besten vorab organisieren.

Steckertypen

  • Typ I

Aktivitäten für Natur & Outdoor

WWII-Geschichte (Tarawa):

  • Relikte der Schlacht von Tarawa (Geschütze, Wracks).
  • Gedenkstätten und historische Orte.
  • Einblick in den Pazifikkrieg.

Atoll-Natur:

  • Wanderungen und Radtouren über die schmalen Atolle.
  • Kokoshaine und Dorfleben.
  • Ursprüngliche, flache Insellandschaft.

Kultur:

  • Traditioneller Tanz und das Maneaba-Versammlungsleben.
  • Handwerk aus Pandanus und Muscheln.
  • Begegnungen mit der I-Kiribati-Kultur.

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Kulinarische Highlights

  • Frischer Fisch & Meeresfrüchte: das Herzstück der Küche, oft roh in Kokosmilch.
  • Palusami: in Kokosmilch gegarte Taroblätter.
  • Te Bua Toro (Kokosnuss): Kokos in vielen Formen – Milch, Fleisch, Sirup (Toddy).
  • Brotfrucht & Taro: stärkehaltige Grundbeilagen.
  • Reis & Importwaren: durch die Abgeschiedenheit spielt Importreis eine große Rolle.
  • Getränke: Kokoswasser und der Kokosblüten-Sirup „Karewe".

Aktivitäten für Safari & Tierbeobachtung

Seevögel & Meeresschutz:

  • Das Phoenix Islands Protected Area, eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt.
  • Riesige Seevogelkolonien auf abgelegenen Atollen.
  • Unberührte Riffe und Meereswelt.

Unterwasserwelt:

  • Schnorcheln und Tauchen über bunten Korallen.
  • Rochen, Schildkröten und Rifffische.
  • Klares, warmes Lagunenwasser.

Vögel & Natur:

  • Vogelbeobachtung auf den äußeren Inseln.
  • Krebse und Küstenleben.
  • Naturbeobachtung fernab des Massentourismus.

Weitere Infos findest auf der Seite des Außenministeriums.