• Facts

    • Hauptstadt: Naypyidaw
    • Währung: Kyat (MMK) – oft noch US‑Dollar als Referenzwährung
    • Sprache(n): Birmanisch (Myanmar), viele ethnische Sprachen, teils Englisch in Städten/Tourismus
    • Zeitunterschied: +5 Stunden 30 Minuten (im Sommer +4 Stunden 30 Minuten)


    Die beste Reisezeit ist von November bis Februar – dann ist es im Tiefland (Yangon, Bagan, Mandalay) trocken, vergleichsweise mild und die Sicht ist klar.

    Von März bis Mai wird es sehr heiß, in der Trockenzone um Bagan und Mandalay oft über 40 °C. Von Mai bis Oktober bringt der Südwestmonsun kräftige Regenfälle, besonders an der Küste und im Süden.

  • Kultur

    Respektvolle Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien kommt überall gut an und ist in Tempeln Pflicht. Religiöse Stätten betrittst du grundsätzlich barfuß – Schuhe und Socken bleiben davor stehen. Mönche genießen höchsten Respekt: Ihnen wird zuerst gereicht, sie sitzen erhöht, und Frauen reichen ihnen nichts direkt in die Hand.

    Gib und nimm möglichst mit der rechten Hand, die linke gilt als unrein. Berühre niemanden am Kopf, auch keine Kinder – der Kopf gilt als heilig. Ein kleines Trinkgeld für Guides und Hotelpersonal ist willkommen. Praktischer Tipp: US-Dollar müssen makellos, ungefaltet und neuwertig sein, sonst werden sie oft nicht angenommen.
    Die große Mehrheit der Bevölkerung ist dem Theravada-Buddhismus zugehörig, der das Alltagsleben stark prägt. Daneben gibt es christliche, muslimische und hinduistische Minderheiten sowie regional animistische Traditionen.

  • Einreise & Impfungen

    Für die Einreise ist ein Reisepass und ein Visum erforderlich (E-Visum für Tourismus, in der Regel max. 28 Tage Aufenthalt). Bedingungen können sich kurzfristig ändern – wegen der aktuellen Sicherheitslage vor Buchung unbedingt die Reisehinweise prüfen.

    Dein Pass muss bis mindestens sechs Monate über den Reisebeginn hinaus gültig sein.

    Empfohlene Impfungen**:

    • Standardimpfungen gemäß Impfkalender (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern-Mumps-Röteln, Poliomyelitis, ggf. Pneumokokken, Influenza).
    • Hepatitis A (für fast alle Reisenden empfohlen).
    • Hepatitis B (bei längeren Aufenthalten, medizinischer Tätigkeit oder engerem Kontakt zur Bevölkerung).
    • Typhus (v.a. bei einfachen Reisebedingungen, Streetfood, ländlichen Regionen, längeren Aufenthalten).
    • Tollwut (empfohlen bei Trekking, häufigem Tierkontakt, Kindern sowie Reisen in abgelegene Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung).
    • Japanische Enzephalitis (bei Langzeitaufenthalt oder häufigem Aufenthalt in ländlichen, feuchten Gebieten, v.a. während und kurz nach der Regenzeit).


    **Lt. RKI Epidemiologisches Bulletin 14/2024. Ohne Gewähr.

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Vergoldete Shwedagon-Pagode in Yangon bei Sonnenuntergang, Myanmar.

(Unnützes) Wissen

  • In Bagan stehen über 2.000 Tempel und Pagoden auf einer einzigen Ebene – eine der größten Tempellandschaften der Welt.
  • Die vergoldete Shwedagon-Pagode in Yangon gilt als heiligste buddhistische Stätte des Landes.
  • Myanmar tickt eine halbe Stunde „schräg": Die Zeitzone liegt bei UTC+6:30.
  • Kurios im Straßenbild: Es herrscht Rechtsverkehr, viele Autos haben aber das Lenkrad rechts – ein Erbe des früheren Linksverkehrs.
  • Viele Einheimische tragen Thanaka, eine helle Paste aus Baumrinde, als Sonnenschutz und Make-up.
  • Wusstest du, dass fast alle Menschen einen Longyi tragen – einen gewickelten Wickelrock für Männer und Frauen?

Die wichtigsten Apps

Neben weltweiten Klassikern wie Google Maps, Google Lens, GetYourGuide oder Uber sorgen auch lokale Apps dafür, dass du deinen Urlaub noch entspannter genießen kannst – zum Beispiel:

  • Maps.me / Organic Maps: Offline-Karten, praktisch bei lückenhaftem Netz.
  • KBZPay: Weit verbreitete lokale Bezahl-App (Registrierung meist nur mit lokaler SIM/Konto).
  • MPT / Ooredoo / ATOM: Für lokale SIM-Verwaltung, Datenpakete und Guthaben.
  • Google Übersetzer: Birmanisch-Paket vorab offline laden – Englisch ist außerhalb touristischer Orte selten.

Wichtig: Die meisten Apps können nicht bei uns installiert werden, sondern erst vor Ort.

Aktivitäten für Städtetrip

Yangon (Rangun):

  • Shwedagon-Pagode: das goldene Wahrzeichen, am schönsten zum Sonnenuntergang.
  • Koloniale Altstadt mit Sule-Pagode, Markthallen und Teestuben.
  • Circular Train: gemächliche Ringbahn durch Stadt und Vororte.

Bagan:

  • Tempelebene mit tausenden Pagoden – per E-Bike zwischen den Bauwerken unterwegs.
  • Sonnenaufgang von einem der offiziellen Aussichtshügel (Tempelbesteigung ist verboten).
  • Ananda- und Dhammayangyi-Tempel als eindrucksvollste Einzelbauten.

Mandalay:

  • U-Bein-Brücke: längste Teakholzbrücke der Welt, magisch im Abendlicht.
  • Mandalay Hill mit Blick über die Stadt.
  • Handwerksviertel: Blattgold, Holzschnitzerei und Weberei.

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Klimatabelle Myanmar (Yangon) mit monatlichen Höchst- und Tiefsttemperaturen sowie Niederschlag.

Öffentlicher Verkehr

Innerhalb des Landes bist du meist mit Fernbussen, Inlandsflügen und langsamen Zügen unterwegs; komfortable VIP-Busse verbinden die großen Städte. In Yangon gibt es Taxis und die App Grab, Preise vorab klären oder App nutzen. Wichtig: Wegen der aktuellen Lage kommt es immer wieder zu Straßensperren, ausgefallenen Verbindungen und Kontrollen – Reisezeiten großzügig planen und Routen kurzfristig prüfen. Wenn möglich, Verbindungen bündeln und weniger Inlandsflüge nehmen – der Umwelt zuliebe.

Steckertypen

  • Typ C
  • Typ D
  • Typ G
  • Typ I

Aktivitäten für Natur & Outdoor

Inle-See (Shan-Staat):

  • Bootstour zu den Einbein-Ruderern, schwimmenden Gärten und Stelzendörfern.
  • Phaung-Daw-Oo-Pagode und Weber-Werkstätten (Seide und Lotusfaser).
  • Indein: Stupa-Feld am Seeufer, gut mit dem Boot erreichbar.

Kalaw & Umgebung:

  • Mehrtägiges Trekking durch Teeplantagen und Bergdörfer, oft mit Homestay.
  • Begegnungen mit Bergvölkern und Blick über die Shan-Hochebene.
  • Startpunkt vieler Wanderungen zum Inle-See.

Mount Popa:

  • Kloster auf einem steilen Vulkanfelsen, über eine lange Treppe erreichbar.
  • Aussicht über die umliegende Trockenzone.
  • Beliebter Tagesausflug ab Bagan.

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Traditioneller Einbein-Ruderer der Intha auf dem Inle-See, Myanmar.

Kulinarische Highlights

  • Mohinga: Reisnudelsuppe mit Fisch und Kräutern – das Nationalgericht, klassisch zum Frühstück.
  • Lahpet Thoke: Teeblattsalat aus fermentierten Teeblättern mit Erdnüssen, gebratenen Bohnen, Knoblauch und Sesam.
  • Shan-Nudeln: Reisnudeln mit Hühnchen, Tomaten und Erdnüssen aus dem Shan-Staat – als Suppe oder trocken.
  • Currys: Milde bis kräftige Fisch- und Fleischcurrys, dazu Reis und viele kleine Beilagen.
  • Streetfood & Snacks: Samosa-Salat, gegrillte Spieße und frittiertes Gebäck an Märkten und Teestuben.
  • Getränke: Süßer Milchtee (Lahpet ye) in der Teestube, frische Säfte und lokales Bier.

Aktivitäten für Wasser & Strand

Ngapali Beach:

  • Palmengesäumter Sandstrand am Golf von Bengalen, ruhiger als die Nachbarländer.
  • Frischer Fisch und Meeresfrüchte direkt an der Strandpromenade.
  • Schnorchel- und Bootsausflüge zu vorgelagerten Fischerdörfern.

Ngwe Saung:

  • Langer, weitläufiger Strand westlich von Yangon, gut per Bus erreichbar.
  • Entspannte Atmosphäre mit wenig Trubel.
  • Ausritte und Spaziergänge am kilometerlangen Ufer.

Weitere Infos findest auf der Seite des Außenministeriums.